Stuttgart füllt einen Talkessel mit steilen Hängen — den Kessel — und damit ist fast jeder Rand der Stadt ein Aussichtspunkt. Das hier sind die, für die sich der Aufstieg lohnt, und die meisten sind kostenlos.
Birkenkopf (Monte Scherbelino)
Der höchste Punkt der Innenstadt, und rund vierzig Meter davon sind Schutt — Trümmer aus dem zerstörten Zentrum, die man nach 1945 hier aufhäufte, mit stehen gelassenen Steinfragmenten als Mahnmal. Ein Weg windet sich durch den Wald hinauf zu einer kahlen Kuppe und einem weiten Blick. Im Volksmund: Monte Scherbelino.

Karlshöhe
Ein grüner Hügel zwischen Süden und Westen der Stadt, mit einem Biergarten oben. Weniger anstrengend als der Birkenkopf und ein leichter Spaziergang aus der Innenstadt für ein Feierabendgetränk mit Aussicht.
Killesberg und Killesbergturm
Ein Hangpark, angelegt für eine Gartenschau 1939, mit Rasenflächen, Teichen, im Sommer einer kleinen Parkeisenbahn und dem Killesbergturm — einem schlanken Turm aus Gitterwerk und Stahlseilen von 2001, den man kostenlos besteigen kann.

Weißenburgpark und Chinesischer Garten
Zwei kleinere, ruhigere Möglichkeiten an den Hängen über Stuttgart-Süd: der Weißenburgpark mit Teehaus und Marmorsaal und, weiter oben am Bopser, ein kleiner Chinesischer Garten mit Blick über die Dächer.
Gut zu wissen
- Birkenkopf, Killesbergturm und Chinesischer Garten sind kostenlos; Biergarten und Teehaus haben eigene Zeiten
- Fast überall geht es bergauf — festes Schuhwerk anziehen
- Sonnenuntergang ist die naheliegende Zeit; Karlshöhe und Birkenkopf liegen nach Westen
- Der Killesberg liegt an der Stadtbahn; die anderen sind kurze Busfahrten oder Spaziergänge vom Zentrum
