Belém liegt am Fluss, ein paar Kilometer westlich der Innenstadt von Lissabon — eine Reihe großer Monumente aus der Zeit, als von hier die Schiffe nach Indien und Brasilien ausliefen. Ein leichter halber Tag, und es liegt auf dem Weg, wenn man von unserer Seite der Brücke kommt.
Mosteiro dos Jerónimos
Das Kloster ist das große Highlight — UNESCO-Welterbe, Anfang des 16. Jahrhunderts im manuelinischen Stil erbaut, überall in Stein gehauene Taue, Korallen und Muscheln. Der zweistöckige Kreuzgang ist das, woran man sich erinnert. Vasco da Gama ist in der Kirche nebenan begraben, deren Besuch kostenlos ist.

Torre de Belém
Einen kurzen Spaziergang am Wasser entlang steht der Turm — eine kleine Festung zum Schutz des Hafens, heute knapp vor dem Ufer. Man kann hinein und hinauf, die Schlange bewegt sich aber langsam; vielen reicht der Blick vom Ufer, besonders bei Sonnenuntergang.
Pastéis de Belém
Das Café Pastéis de Belém backt seine warmen Sahnetörtchen seit 1837 nach demselben Rezept — es stammt aus dem Kloster und wird bis heute geheim gehalten. Vor dem Verkauf zum Mitnehmen steht fast immer eine Schlange; die gekachelten Säle drinnen sind riesig und leeren sich schnell. Warm essen, mit einem Espresso, und mit Zimt und Puderzucker aus den Streuern auf dem Tisch bestäuben.

Gut zu wissen
- Etwa 20 Minuten mit dem Auto von der Brücke, oder die Straßenbahn 15 bzw. der Zug ab Cais do Sodré
- Das Kloster ist montags geschlossen; früh oder spät kommen, um die schlimmsten Schlangen zu vermeiden
- Ein Kombiticket deckt Kloster und Turm ab, wenn man beides von innen sehen will
- Ebenfalls hier: das Kutschenmuseum, das MAAT und das Denkmal Padrão dos Descobrimentos
