In den ersten drei Juniwochen feiert Lissabon auf der Straße. Die alten Viertel — Alfama, Mouraria, Bica, Madragoa — spannen Wimpelketten und Papierlaternen, rollen Holzkohlegrills in die Gassen, und die ganze Stadt isst gegrillte Sardinen auf Brot.
Santo António, 12.–13. Juni
Höhepunkt ist die Nacht vom 12. auf den 13., der Festtag des heiligen Antonius, des Stadtpatrons von Lissabon. Alfama ist dann Schulter an Schulter voll; es gibt einen Umzug über die Avenida da Liberdade und Massenhochzeiten an der Kathedrale. Wer keine Menschenmassen mag, sucht sich ein kleineres arraial in einem anderen Viertel.
Was man isst
Sardinen — sardinhas assadas — über Holzkohle gegrillt, auf einer Scheibe Brot, die das Fett auffängt, dazu grüner Paprikasalat und Salzkartoffeln. Außerdem caldo verde, bifanas und Krüge mit einfachem Rotwein oder Bier.
Gut zu wissen
- Es läuft die meisten Nächte im Juni; am vollsten sind die Wochenenden und der 12.
- Ab 22 Uhr hingehen, wenn es losgeht; Schuhe anziehen, die schmutzig werden dürfen
- Sardinen sind ab Juni am besten — genau darum die Terminwahl
- Von unserer Flussseite ein kurzer Sprung — Fähre ab Cacilhas oder über die Brücke
