Drei kleinere Sehenswürdigkeiten für alle, die Verkehr oder Architektur mögen, jede leicht in einen normalen Tag in der Stadt einzubauen.
Die Zacke
Die Zahnradbahn — die „Zacke“ — fährt seit 1884 vom Marienplatz in Stuttgart-Süd hinauf nach Degerloch. Sie ist eine Zahnradbahn, weiterhin als Linie 10 Teil des normalen Nahverkehrsnetzes und eine der ganz wenigen in Deutschland, die im Alltag als Stadtverkehr genutzt wird. Im Sommer trägt ein Gestell vorn die Fahrräder mit hinauf.
Die Standseilbahn
Eine Standseilbahn von 1929, die vom Südheimer Platz hinauf zum Waldfriedhof fährt. Die Wagen sind das originale, polierte Holz. Sie ist Linie 20, ein Baudenkmal, und die Fahrt dauert ein paar Minuten durch den Wald.


Die Weißenhofsiedlung
Am Hang des Killesbergs, eine Wohnsiedlung, gebaut 1927 für eine Werkbundausstellung zum modernen Wohnen unter der Leitung von Mies van der Rohe. Siebzehn Architekten waren beteiligt — Le Corbusier, Mies, Gropius, Scharoun und andere — und die beiden Häuser von Le Corbusier sind heute UNESCO-Welterbe, in einem davon ein kleines Museum zum Projekt.

Gut zu wissen
- Zacke und Standseilbahn fahren mit normalen Nahverkehrstickets
- Die Weißenhofsiedlung ist eine Wohnstraße — die Häuser sind bewohnt; offen sind nur das Museum und das Le-Corbusier-Haus
- Das Weißenhofmuseum ist montags geschlossen
- Die Standseilbahn liegt einen kurzen Weg vom Marienplatz-Ende der Zacke entfernt
